Munku Sardyk- eine Besteigung der besonderen Art

Im Frühjahr 2006 machten wir uns auf den Weg nach Burjatien. Unser Ziel ist der Berg Munku Sardyk und das besondere ist, dieser Berg wird über einen zugefrorenen Fluss begangen. So blieb nur die letzte Woche für unser Unternehmen.

Unser Team

Wir haben unsere Reise vorher bei dem russischen Unternehmen sajan green express gebucht. Wir waren 4 Jungs aus Deutschland. Das russische Team bestand aus dem Professor, Kolja, und der Köchin Tanja.

Anreise



Unser Flug ging von Berlin über Moskau nach Irkutsk mit einer IL 62 von Aeroflot. In der Nacht war unsere Ankunft in Irkutsk und hier ging es sofort weiter in Richtung Berg. Ein russischer Kleinbus brachte uns bis zum Ausgangspunkt und am späten Nachmittag begann der Aufstieg zum Basislager. Es schneite leicht und die Temperaturen lagen am Gefrierpunkt. Der Aufstieg zum Basislager verlangte schon unsere ganze Kraft. Es mussten alle Lebensmittel, die Zelte und unsere persönlichen Sachen rauf geschleppt werden. Die Lebensmittel nahmen die Russen mit in das Lager.

Basislager

Das Lager befand sich auf etwa 1.800 m Höhe und lag im Hang des Flussbettes. Angekommen hatte Tanja, eine 22 jährige Studentin schon das Feuer entfacht. Wer hier auf etwas Komfort gehofft hatte, dass war eine Fehlanzeige. Zelt aufstellen, eine russische Suppe schlürfen, als Nachtisch einen russischen Wodka, dann war Nachtruhe angesagt.

1. Tag

Früh aufstehen, kurze Morgentoilette und dann ging es zum Frühstück. Kaffee, Suppe, Speck,Brot und Obst, dass war unser Frühstück und enthielt Vitamine die wir für die Aklimatition benötigten. Dann setzte sich unser Trupp in Bewegung. Die Luft wurde immer dünner, aber wir waren umgeben von einer faszinierenden Landschaft. Es waren viele Trecks unterwegs, denn das Eis schmolz und an manchen Stellen konnten wir schon das rauschende Wasser vom Bergfluss sehen. Wir gingen etwa auf 2.500 m Höhe und damit mussten wir und an die Höhenluft gewöhnen. Der Abend war kurz, denn am nächsten Tag war der große Tag, der Aufstieg auf dem Munku Sardyk.

2. Tag

Gegen hieß es aufstehen, denn der Aufstieg musste früh beginnen. Es war aber ein eifriges Treiben, denn alle Teams machten sich auf den Weg. Es war bitter kalt aber dafür eine klare Sicht. Langsam schoben wir uns in Richtung Berg. Es war viel Betrieb beim aufstieg und immer wieder mussten wir Halt machen. Gegen Mittag kam die Sonne hervor und brannte mächtig auf unseren Pelz. Wir mussten herrlich aufpassen, denn der Fluss Muguwjek besaß schon an manchen Stellen riesige Felsspalten. Die mussten übersprungen werden und es hämmerte uns im Kopf, nur nicht dort hinein fallen. Gegessen wurde Speck, Brot und einige Apfelspalten, sowie Kekse. Durch den starken Andrang zum Berg hatten wir uns mächtig verspätet. Der Professor machte Dampf und forcierte das Tempo. Das war für mich und meinen Freund zu viel und so teilte sich die Gruppe. Zwei deutsche, Tanja und der Professor gingen im schnellen Bergaufstieg zum Gipfel. Mein freund, Kolja und ich erreichten am Nachmittag eine Ebene auf etwa 3.100 m. Hier regenerierten wir und warteten auf die Rückkehrer. Erschöpft aber glücklich gingen wir zurück zum Basislager. Hier gab es nur das nötigste zum Essen und dann noch der obligatorische Schluck Wodka und dann fielen wir in einem tiefen Schlaf.

3. Tag

Nach einem ausgiebigen Frühstück packten wir unsere Sachen ein und liefen zur Flussmündung zurück. Dort wartete schon unser Kleinbus und dann ging es in Richtung Irkutsk. Es war ein herrlicher Trip in einer bezaubernden Bergwelt und seiner Schönheit.